Mieterstrom für Gewerbeimmobilien: Strompreis senken, Mieter binden
Gewerbestrom kostet 25 bis 35 Cent pro Kilowattstunde. PV-Strom vom eigenen Dach: rund 10 Cent. Die Differenz ist Ihre Einsparung — ab Tag 1. Wenn Sie Gewerbeflächenvermieten, wird der überschüssige Strom zur Einnahmequelle: Mieterstrom an Ihre Mieter, günstiger als Netzstrom, profitabel für Sie. Lumitra übernimmt Planung, Montage, Abrechnung und Betrieb. Ein Anbieter. Ein Meisterbetrieb. langjährige Betriebslösung inklusive.
- Planung, Montage, Messstellenbetrieb und Abrechnung — alles intern via Lumitra & Partner
- Zertifizierter wMSB-Partner — Smart Meter werden direkt von uns gesetzt
- 100 % Rechtssicherheit: Energierechtskanzlei und spezialisierte Steuerberatung als Partner
- Lumitra übernimmt ebenfalls Abrechnung. Keine anstrengende Bürokratie.
- Lumitra prüft immer mögliche Förderungen
- Eigenverbrauchsoptimierung durch Gewerbe-Lastprofile (höhere Quote als Wohnen)
- PV-Strom rund 10 Ct vs. Netzbezug 25–35 Ct
- CSRD-konformes Reporting auf Wunsch verfügbar — über unseren spezialisierten Reporting-Partner, mit lückenlosen Verbrauchsdaten direkt aus der Lumitra-Software
- IAB-Prüfung nach § 7g EStG durch Steuerberater-Partner
- Strom-Sicherheit: keine Ausfallzeiten ohne Strom
Fünf Blocker, die Gewerbeimmobilien von Mieterstrom abhalten — und keiner hält der Prüfung stand
Deutschland hat 1,9 Millionen Gebäude mit Mieterstrom-Potenzial (IW Köln, 2024). Nur rund 9.000 nutzen es — und davon fast ausschließlich Wohngebäude. Gewerbeimmobilien sind die große ungenutzte Chance: Größere Dächer, höhere Verbräuche, bessere Lastprofile für PV, stärkere Economies of Scale. Seit dem Solarpaket I (Mai 2024) sind die regulatorischen Hürden für Gewerbe-Mieterstrom gefallen. Trotzdem halten fünf Fehlannahmen Gewerbeimmobilien-Eigentümer und Firmen vom nächsten Schritt ab.
Mieterstrom? Das ist doch nur für Wohnhäuser
Bis Mai 2024 war Mieterstrom tatsächlich primär auf Wohngebäude ausgerichtet. Gewerbeimmobilien fielen in eine regulatorische Grauzone, die viele Eigentümer abschreckte.
Das Solarpaket I (Mai 2024) hat das geändert. Mieterstrom-Zuschlag (1,29-2,54 ct/kWh nach BNetzA), automatisierte Abrechnung und 90 %-Mieterstrompreis-Obergrenze gelten jetzt auch für Gewerbe. Größere Dächer und tageslast-passende Verbrauchsprofile machen Gewerbe oft wirtschaftlicher als Wohngebäude. Lumitra baut Gewerbe-Mieterstrom als eigenständiges Geschäftsfeld auf — mit Gewerbe-spezifischer Auslegung.
Unser Verbrauch ist zu hoch, zu niedrig oder zu unregelmäßig
Die pauschale Annahme „unser Verbrauch passt nicht" basiert auf einem Missverständnis. PV-Anlagen werden nicht auf einen fixen Verbrauch ausgelegt, sondern auf das Lastprofil des Gebäudes — und genau hier haben Gewerbebetriebe oft einen Vorteil.
Gewerbebetriebe haben den meisten Verbrauch tagsüber — genau wenn PV produziert. 30-50 % Eigenverbrauch ohne Speicher, 60-80 % mit Speicher (Ariadne 2025). Hoher Verbrauch: ideal für große Anlagen mit Mieterstrom-Marge. Niedriger Verbrauch: höherer Selbstdeckungsgrad plus Steuervorteile bis 30 kWp. Unregelmäßiger Verbrauch: optimierte Dimensionierung mit Speicher und Einspeisevergütung. Der Gewerbe-Check liefert die konkrete Prognose.
Wir sind Mieter, nicht Eigentümer
Rund 40 % der Gewerbeflächen in Deutschland werden gemietet (JLL 2024). Mieter haben kein eigenes Dach — aber das ist kein Grund, auf günstigeren Strom zu verzichten.
Drei Wege funktionieren. Weg 1: Den Eigentümer überzeugen — Lumitra liefert die Wirtschaftlichkeitsrechnung als Gesprächsgrundlage. Weg 2: Contracting — Lumitra spricht direkt mit dem Eigentümer, der Mieter erhält günstigeren Strom ohne eigenes Investment. Weg 3: Initiative ergreifen — Sie stellen den Kontakt her, Lumitra übernimmt die Analyse und Umsetzung. Mieter sein ist kein Ausschlusskriterium, oft sogar der Anstoß für eine Win-Win-Situation.
Das rechnet sich bei uns nicht
Die pauschale Annahme „lohnt sich nicht" basiert selten auf einer Berechnung. Die wenigsten Gewerbebetriebe haben ihren Strompreis gegen PV-Eigenverbrauch und Mieterstrom gegengerechnet.
Die Marge beträgt 60-70 %. Gewerbestrom aus dem Netz: 25-35 ct/kWh, Tendenz steigend. PV vom eigenen Dach: rund 10 ct/kWh Gestehungskosten. Bei 100.000 kWh Jahresverbrauch und 50 % Eigenverbrauch: 7.500-12.500 € Ersparnis pro Jahr — ab Jahr 1. Plus Mieterstrom-Einnahmen bei vermieteten Flächen, plus Investitionsabzugsbetrag (50 %) und Vorsteuerabzug für Gewerbebetriebe. Gewerbe-Check liefert die konkrete Rechnung in 7 Werktagen — kostenlos. Mehr zu Mieterstrom + Steuer →
Wir haben kein eigenes Dach — oder das Dach ist zu klein
Zwei Varianten — entweder Mieter-Situation oder die Annahme, das Dach sei zu klein oder zu alt. Letzteres ist meistens unberechtigt.
Für Mieter siehe Karte 3 (drei Wege über den Eigentümer). Für Eigentümer: Gewerbedächer sind oft deutlich größer als Wohngebäude — ein typisches Hallendach (1.000 m² Flachdach) bietet Platz für 100-150 kWp. Flachdächer sind für PV besonders geeignet, optimale Ausrichtung möglich. PV-Module wiegen 10-15 kg/m² — die meisten Gewerbe-Dachkonstruktionen tragen das problemlos. Bei Sanierungsbedarf: Kombination mit PV-Installation, Sanierungskosten durch PV-Erträge refinanziert. Lumitra prüft Dachfläche, Statik und Eignung im Gewerbe-Check.
Gewerbestrom von 30 ct auf 10 ct. Mieterstrom als Einnahmequelle. ESG ohne Greenwashing.
Für Gewerbebetriebe und Gewerbeimmobilien-Eigentümer ist Mieterstrom keine ideologische Entscheidung — es ist eine wirtschaftliche. Die Marge zwischen Gewerbestrom aus dem Netz (25 bis 35 Cent pro Kilowattstunde) und PV-Strom vom eigenen Dach (rund 10 Cent) liegt bei 60 bis 70 Prozent. Typisch lassen sich 40 bis 60 Prozent des Strombedarfs durch PV-Eigenverbrauch abdecken. Bei größeren Anlagen verbessern sich die Economies of Scale — und mit Mieterstrom an Gewerbemieter kommt eine zusätzliche Einnahmequelle hinzu. Break-even nach 8 Jahren, danach: laufende Erträge für weitere 17 bis 22 Jahre. Lumitra übernimmt alles: Planung, Montage, Messstellenbetrieb, Abrechnung, Betrieb. Ein Anbieter. Ein Meisterbetrieb.
| Zahl | Text | Quelle |
|---|---|---|
| 60-70 % | Marge gegenüber Netzstrom — PV-Gestehungskosten ~10 ct vs. Gewerbestrom 25-35 ct/kWh | Lumitra-Projektdaten, Marktdaten 2025/2026 |
| 40-60 % | Des Strombedarfs durch PV-Eigenverbrauch abdeckbar — Gewerbe oft besser als Wohngebäude | Ariadne 2025, Lumitra-Projektdaten |
| 8 Jahre | Break-even — danach laufende Erträge für weitere 17-22 Jahre Anlagenlaufzeit | Lumitra-Projektdaten |
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Erstgespräch anfragen →Was Mieterstrom für Ihr Gewerbegebäude konkret bedeutet
Energiekosten senken — planbar und dauerhaft
Gewerbestrom ist einer der größten variablen Kostenposten für Unternehmen — und einer der unberechenbarsten. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Energiepreise sind volatil, Netzentgelte steigen kontinuierlich, und politische Entscheidungen können den Strompreis über Nacht verändern.
Mieterstrom an Gewerbemieter — zusätzliche Einnahmen
Wenn Sie Gewerbeflächen vermieten — Bürogebäude, Gewerbeparks, gemischte Objekte — ist Mieterstrom nicht nur eine Möglichkeit, Ihre eigenen Energiekosten zu senken. Es ist ein eigenständiges Geschäftsmodell. Das Prinzip: Sie erzeugen PV-Strom auf Ihrem Dach.
ESG, Nachhaltigkeit und Außenwirkung — messbar statt Marketing
Nachhaltigkeit ist im Gewerbe kein Trend mehr — es ist eine Anforderung. Kunden, Partner und Mitarbeiter erwarten zunehmend nachhaltiges Handeln.
Was Lumitra für Gewerbe übernimmt
Gewerbe-Mieterstrom scheitert nicht an der Technik — es scheitert an der Koordination: Planung, Montage, Netzanschluss, Messstellenbetrieb, Abrechnung mit mehreren Mietern, Steuerrecht, Energierecht. Wer das mit fünf verschiedenen Dienstleistern organisiert, hat fünf Schnittstellen, fünf Terminpläne und fünf potenzielle Fehlerquellen. Lumitra bündelt alles in einer Hand.
Tabelle: Kernleistungen
| Leistung | Was genau | Ihr Aufwand |
|---|---|---|
| Gewerbe-Check | Prüfung: Dachfläche, Statik, Lastprofil, Verbrauchsdaten, Mieterstrom-Potenzial, Wirtschaftlichkeitsprognose | Stromrechnung und Gebäudepläne senden |
| Anlagenplanung | 3D-Modell, PV-Simulation, Speicherdimensionierung, Einspeise- und Messkonzept, Anmeldung beim Anschlussnetzbetreiber | Zugang zum Gebäude für Begehung |
| Montage | PV-Installation durch eigenen Meisterbetrieb. Eigene Monteure, eigene Qualitätskontrolle. Terminzusagen die halten. | Zugang zum Dach sicherstellen |
| Messstellenbetrieb | Smart Meter Installation durch unseren festen Messstellenbetrieb. Direkt bei Inbetriebnahme — kein Warten auf externe Betreiber. | Keine |
| Automatisierte Abrechnung | Rechtskonforme Mieterabrechnung per Software. Verbrauchserfassung pro Mieter. Vertragswechsel bei Fluktuation. | Keine |
| Netzanschluss und EVU-Koordination | Abstimmung mit dem Netzbetreiber, Netzanschlussbegehren, Einspeisevertrag — alles in unserer Hand. | Keine |
| Betrieb und Monitoring | Laufende Überwachung der Anlagenleistung. Störungsmeldungen. Ertragsoptimierung. Regelmäßige Wartung. | Keine |
| Wartung und Instandhaltung | Regelmäßige Prüfung und Instandhaltung der Anlage über die gesamte Laufzeit von 20-30 Jahren. | Keine |
Tabelle: Optionale Leistungen
| Leistung | Beschreibung |
|---|---|
| Batteriespeicher | Erhöhung der Eigenverbrauchsquote auf 60-80 Prozent, Lastspitzenkappung, Abdeckung von Abend- und Nachtverbrauch |
| Wärmepumpen-Integration | Solarstrom für Heizung und Warmwasser — besonders relevant für Bürogebäude und Gewerbegebäude mit Kühlung |
| Ladeinfrastruktur (Wallbox) | GEIG-konforme E-Mobilitäts-Integration — PV-Strom direkt in die Wallboxen für Firmenwagen und Mieter-Fahrzeuge |
| Energiemanagement | Herstellerunabhängiges System für optimale Energieverteilung im Gebäude — Lastspitzenmanagement, Eigenverbrauchsoptimierung |
| BHKW-Einbindung | Kombination mit Blockheizkraftwerk für maximale Energieautarkie — besonders bei hohem Wärmebedarf |
| Peak-Shaving | Lastspitzenkappung durch Speicher — senkt die Leistungspreis-Komponente des Netzentgelts, besonders relevant bei Gewerbe mit hohen Lastspitzen |
Drei Modelle — je nach Strategie und Investitionsbereitschaft
Gewerbe ist nicht gleich Gewerbe. Ein produzierender Betrieb mit eigenem Gebäude hat andere Anforderungen als ein Immobilienunternehmen mit Gewerbemietern. Deshalb bieten wir drei Modelle an, die sich in Investitionshöhe, Rendite, steuerlicher Wirkung und operativem Aufwand unterscheiden. Im Gewerbe-Check empfehlen wir das Modell, das zu Ihrer Situation passt.
Eigentümer-Modell — maximale Rendite und volle Steuervorteile
Sie kaufen die PV-Anlage. Lumitra plant und installiert sie — die Anlage gehört Ihnen als Anlagenbetreiber. Lumitra entlastet Sie operativ: Mieter-Abrechnung, Messstellenbetrieb als wMSB-Partner, Wartung und Monitoring übernehmen wir komplett. Sie erhalten die volle Rendite aus Eigenverbrauch, Mieterstrom-Einnahmen und Einspeisevergütung — und nutzen alle steuerlichen Vorteile, die für Gewerbebetriebe besonders attraktiv sind. ---
Hybrid-Modell (empfohlen) — Rendite plus Entlastung
Sie kaufen die PV-Anlage und nutzen alle Steuervorteile. Lumitra übernimmt ab Inbetriebnahme den gesamten operativen Betrieb: Abrechnung mit Ihren Gewerbemietern, Mieterakquise, Wartung, Monitoring, Mieterwechsel. Sie erhalten die Rendite — ohne den operativen Aufwand.
Contracting — null Investition, günstigerer Strom ab Tag 1
Lumitra investiert, installiert und betreibt die PV-Anlage auf Ihrem Gebäude. Sie zahlen keinen Cent für die Anlage. Stattdessen beziehen Sie den PV-Strom zu einem festen, günstigeren Preis als Netzstrom. Wenn Sie Gewerbeflächenvermieten, erhalten Ihre Mieter ebenfalls günstigeren Strom — über Lumitra als Mieterstrom-Lieferant. ---
Vom Gewerbe-Check zur laufenden Anlage — in vier Phasen
— Gewerbe-Check (kostenlos)
Sie senden uns Ihre letzte Stromrechnung und Gebäudepläne (Grundriss, Dachfläche — sofern vorhanden). Wir prüfen die PV-Eignung: Dachfläche, Ausrichtung, Statik, Verschattung. Parallel analysieren wir Ihr Lastprofil: Wann verbrauchen Sie wie viel Strom? Wie hoch ist der potenzielle Eigenverbrauch? Und wenn Sie Gewerbeflächen vermieten: Welche Mieter können wir mit Mieterstrom versorgen?
— Konzept und Wirtschaftlichkeit
Basierend auf dem Gewerbe-Check erstellen wir die detaillierte Planung: 3D-Modell der Dachbelegung, PV-Simulation mit Ertrags- und Eigenverbrauchsprognose, Speicherdimensionierung (falls sinnvoll), Messkonzept für Mieterstrom, Anmeldung beim Anschlussnetzbetreiber und Netzanschlussbegehren. Bei Gewerbe-Anlagen über 100 kWp: zusätzliche Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber und ggf. Direktvermarktungs-Setup.
— Montage und Inbetriebnahme
Unsere eigenen Monteure installieren die PV-Anlage auf Ihrem Gewerbegebäude. Eigener Meisterbetrieb, eigene Qualitätskontrolle, eigene Haftung — bei größeren Projekten ergänzt durch sorgfältig ausgewählte Partner. Terminzusagen, die halten, weil wir die Kapazitäten kontrollieren.
— Betrieb und automatisierte Abrechnung
Ab Inbetriebnahme läuft das System. PV-Anlage produziert Strom. Smart Meter erfassen den Verbrauch — Ihren eigenen und den Ihrer Mieter (falls Mieterstrom). Die Abrechnung mit den Gewerbemietern läuft strukturiert automatisiert über die Lumitra-Software: Verbrauchserfassung, Rechnungserstellung, Zahlungsabgleich. Mieterwechsel laufen über QR-Code-Onboarding — Sie laden den neuen Mieter mit einem Klick ein, die Anmeldung erledigt er selbst in Minuten.
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Warum Gewerbebetriebe mit Lumitra arbeiten
Meisterbetrieb — eigenes Monteur-Team mit voller Verantwortung
Lumitra ist ein staatlich geprüfter Elektro-Meisterbetrieb. 30+ Jahre kombinierte Erfahrung in Elektrotechnik und Photovoltaik. Eigene Monteure, eigene Qualitätskontrolle, eigene Haftung.
Zertifizierter MSB-Partner — keine Wartezeiten bei Inbetriebnahme
Der Messstellenbetrieb ist bei vielen PV- und Mieterstromprojekten der Flaschenhals. Smart Meter müssen installiert werden, bevor der Mieterstrom fließen kann. Der grundzuständige Messstellenbetreiber (in der Regel das örtliche Stadtwerk oder ein Regionalversorger) hat oft Wartezeiten von drei bis sechs Monaten.
Steuerlich und rechtlich gehärtet
Unser Netzwerk umfasst eine auf Energierecht spezialisierte Partner-Kanzlei und eine Steuerberatung mit tiefem Know-how in PV- und Mieterstrom-Steuerrecht. Für Gewerbebetriebe ist das in mehreren Situationen relevant: Erstens: Mieterstromvertrag.
Gewerbe-Expertise — nicht nur Wohnhäuser
Die meisten Mieterstrom-Anbieter kommen aus dem Wohnungsbau. Ihre Prozesse, ihre Software, ihre Erfahrung sind auf Mehrfamilienhäuser zugeschnitten: kleine Anlagen, viele Wohnungsmieter, niedrige Einzelverbräuche, standardisierte Lastprofile. Gewerbe funktioniert anders.
Steuervorteile für Gewerbebetriebe
Für Gewerbebetriebe sind die Steuervorteile bei PV und Mieterstrom besonders attraktiv — weil sie auf die bestehende steuerliche Struktur eines Unternehmens aufsetzen. Ein Gewerbebetrieb, der bereits umsatzsteuerpflichtig ist und Gewinne erwirtschaftet, kann Instrumente nutzen, die für private Eigentümer nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind. Die folgenden Informationen geben einen Überblick — individuelle Beratung durch Ihren Steuerberater bleibt unverzichtbar.
Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung — Liquiditätseffekt im ersten Jahr
Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) ist für Gewerbebetriebe das stärkste steuerliche Instrument bei PV-Investitionen — weil er bereits vor der Anschaffung wirkt und erhebliche Liquiditätseffekte erzeugt.
Vorsteuerabzug — Mehrwertsteuer zurückholen
Für Gewerbebetriebe, die umsatzsteuerpflichtig sind (und das sind die meisten), ist der Vorsteuerabzug ein wesentlicher Vorteil gegenüber privaten Eigentümern: Sie erhalten die gezahlte Mehrwertsteuer auf die PV-Anlage vom Finanzamt zurück. Bei Anlagen bis 30 kWp: 0 Prozent MwSt. seit 2023 (Paragraf 12 Abs. 3 UStG).
Gewerbesteuer — in der Regel kein zusätzliches Risiko
Gewerbebetriebe sind ohnehin gewerbesteuerpflichtig. Der Betrieb einer PV-Anlage und der Verkauf von Mieterstrom sind gewerbliche Tätigkeiten — aber sie führen in der Regel nicht zu einer zusätzlichen Gewerbesteuerlast, die vorher nicht bestand. Der relevante Punkt für Gewerbeimmobilien-Eigentümer mit erweiterter Kürzung (§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG): Die PV/Mieterstrom-Aktivität kann den Kürzungsanspruch berühren. Unser Steuerberater-Partner prüft die optimale Strukturierung im Vorfeld.
Regulatorik, die für Gewerbeimmobilien arbeitet
Die regulatorischen Rahmenbedingungen für PV und Mieterstrom im Gewerbe haben sich in den letzten zwei Jahren grundlegend verbessert. Das Solarpaket I (Mai 2024) hat Gewerbe-Mieterstrom regulatorisch geöffnet. Vier Entwicklungen sind für Gewerbebetriebe und Gewerbeimmobilien-Eigentümer besonders relevant:
Punkt 1: Solarpaket I und Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (Paragraf 42b EnWG)
Das Solarpaket I (Mai 2024) hat die regulatorischen Hürden für Mieterstrom deutlich gesenkt — und erstmals eine klare rechtliche Grundlage für Gewerbe-Mieterstrom geschaffen. Die Einführung der "Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung" nach Paragraf 42b EnWG vereinfacht das Modell: PV-Strom kann innerhalb eines Gebäudes an Mieter weitergegeben werden, ohne dass der Anlagenbetreiber die vollen Pflichten eines Energieversorgers übernehmen muss.
Für Gewerbebetriebe bedeutet das: Mieterstrom an Gewerbemieter ist nicht mehr eine regulatorische Grauzone, sondern ein gesetzlich definiertes Modell mit klaren Spielregeln. Der Mieterstromzuschlag (1,29 bis 2,54 Cent pro Kilowattstunde, gestaffelt nach Anlagengröße ≤10 / ≤40 / ≤1.000 kWp; Stand BNetzA Feb-Juli 2026) verbessert die Wirtschaftlichkeit zusätzlich. Und die Preisobergrenze von maximal 90 Prozent des Grundversorgertarifs schützt Ihre Mieter — und gibt Ihnen gleichzeitig eine kalkulierbare Marge.
Der wichtigste Punkt: Gewerbe-Mieterstrom ist seit dem Solarpaket I kein Nischenthema mehr. Die Regulierung ist da. Die Technik ist da. Was fehlt, ist bei vielen Gewerbeimmobilien-Eigentümern nur die Information — und ein Anbieter, der alles aus einer Hand liefert.
Punkt 2: GEG (Gebäudeenergiegesetz) — Energieeffizienz als Standortfaktor
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) definiert die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden — auch für Gewerbe. Eine PV-Anlage senkt den bilanziellen Primärenergiebedarf des Gebäudes und verbessert die Energieeffizienzklasse. Das ist für Gewerbeimmobilien in mehrfacher Hinsicht relevant:
Für Eigentümer: Eine bessere Energieeffizienzklasse steigert den Immobilienwert. Bei Gewerbeimmobilien-Transaktionen achten Käufer und Investoren zunehmend auf die energetische Qualität — nicht nur wegen der Betriebskosten, sondern auch wegen der EU-Taxonomie und ESG-Anforderungen.
Für Mieter: Die Betriebskosten sind bei Gewerbeimmobilien ein wesentlicher Standortfaktor. Ein Gebäude mit besserer Energieeffizienz hat niedrigere Nebenkosten — und ist damit für Mieter attraktiver. PV und Mieterstrom senken die Stromkosten direkt; eine bessere Gebäudeklasse signalisiert zusätzlich langfristig niedrigere Kosten.
Für Förderung: Bestimmte KfW-Programme und länderspezifische Fördermittel setzen energetische Mindeststandards voraus. PV kann den Unterschied zwischen "knapp darunter" und "Förderung gesichert" machen.
Punkt 3: GEIG (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) — Ladeinfrastruktur für Gewerbe
Das GEIG schreibt für Gewerbegebäude mit mehr als 6 Stellplätzen Leitungsinfrastruktur für Ladepunkte vor. Bei mehr als 20 Stellplätzen muss mindestens ein Ladepunkt installiert werden. Für Gewerbeimmobilien mit Fuhrpark oder Kundenparkplätzen ist das eine konkrete Anforderung.
Die Verbindung zu Mieterstrom: PV-Strom vom Dach direkt in die Wallboxen — ohne Umweg über das öffentliche Netz. Das senkt die Ladekosten für Firmenwagen (bis zu 70 Prozent günstiger als öffentliches Laden) und maximiert den Eigenverbrauch der PV-Anlage.
Lumitra plant die Wallbox-Integration als Teil des Gesamtenergiekonzepts: PV-Erzeugung, Mieterstrom-Abrechnung und Ladeinfrastruktur aus einer Hand. Zwei Pflichten (PV-Potenzial nutzen + Ladeinfrastruktur) mit einer integrierten Lösung erfüllen — statt zwei separate Dienstleister zu koordinieren.
Für Gewerbeimmobilien mit Mietern: Wenn Ihre Mieter Firmenwagen oder E-Fahrzeuge haben, ist eine Wallbox-Infrastruktur ein zusätzlicher Standortvorteil. Die Kombination mit PV-Mieterstrom macht die Ladekosten kalkulierbar und günstig.
Punkt 4: KfW-Förderung und länderspezifische Programme
Die KfW bietet mit dem Programm 270 (Erneuerbare Energien — Standard) zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen auf Gewerbegebäuden. Die Konditionen liegen in der Regel unter den Marktzinsen für gewerbliche Investitionskredite — ein relevanter Finanzierungsbaustein, besonders für größere Anlagen.
Zusätzlich: Länderspezifische Förderprogramme für Gewerbe-PV. Bayern, Baden-Württemberg, NRW und andere Bundesländer haben eigene Programme mit Zuschüssen, Tilgungszuschüssen oder Sonder-Konditionen für Gewerbe. Die Programme ändern sich regelmäßig — Lumitra prüft im Gewerbe-Check, welche Förderungen für Ihr konkretes Projekt aktuell verfügbar sind.
Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) verschärft schrittweise die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden — auch im Gewerbe. Wer heute in PV investiert, ist für kommende Verschärfungen vorbereitet. Das ist Zukunftssicherheit als Investitionsargument.
Zahlen aus unseren Projekten
Die folgenden Zahlen stammen aus realisierten Lumitra-Projekten. Sie zeigen, welche Renditen, Amortisationszeiten und Erträge bei unterschiedlichen Gebäudegrößen realistisch sind. Für Gewerbeimmobilien gelten dieselben Grundmechanismen — mit dem Vorteil größerer Dächer, besserer Lastprofile und stärkerer Economies of Scale.
Tabelle: Referenzprojekte (Lumitra-Projektkalkulationen, verifiziert)
| Kennzahl | Projekt Klein (3 WE) | Projekt Mittel (7 WE) | Projekt Groß (33 WE) |
|---|---|---|---|
| Anlagengröße | 30 kWp | 39,1 kWp | 89,1 kWp |
| Batteriespeicher | 15 kWh | 31,2 kWh | 57,2 kWh |
| Rendite p.a. | 8,9 % | 14,51 % | 11,85 % |
| Break-even | 8 Jahre | 8 Jahre | 9 Jahre |
| Gewinn nach 30 Jahren | 309.908 EUR | 310.000 EUR | 710.000 EUR |
| Autarkiegrad | 70 % | — | — |
| Stromkostenersparnis | ca. 20 % | ca. 20 % | ca. 15-20 % |
| Mieterstrompreis | 24-28 ct/kWh | 24-28 ct/kWh | 24-28 ct/kWh |
Quelle: Lumitra-Projektkalkulationen, verifiziert durch realisierte Kundenprojekte. Ergebnisse abhängig von Gebäudegröße, Dachausrichtung und Verbrauchsprofil.
Was diese Zahlen für Gewerbe bedeuten:
Gewerbe-Anlagen sind typischerweise größer als Wohngebäude-Anlagen (50 bis 200+ kWp statt 20 bis 90 kWp). Das verbessert die Economies of Scale: Pro installiertem kWp sinken die Kosten, weil Fixkosten (Wechselrichter, Planung, Gerüst, Anfahrt) auf mehr Module verteilt werden. Vorher: Gewerbebetriebe verbrauchen den Grossteil ihrer Energie tagsüber, wenn die PV-Anlage produziert. Nachher: Gewerbebetriebe verbrauchen den Großteil ihrer Energie tagsüber, wenn die PV-Anlage produziert. Gleichzeitig sind die Gewerbe-Lastprofile oft besser auf PV abgestimmt (hoher Tagesverbrauch), was den Eigenverbrauchsanteil erhöht — der wirtschaftlich wertvollste Anteil, weil er den teuren Netzstrom ersetzt.
Die Projektion für eine typische Gewerbe-Anlage (100 kWp, Flachdach, produzierender Betrieb):
| Kennzahl | Projektion |
|---|---|
| Anlagengröße | 100 kWp |
| Jahresproduktion | ~100.000 kWh |
| Eigenverbrauchsanteil (ohne Speicher) | 40-50 % |
| Eigenverbrauchsanteil (mit Speicher) | 60-75 % |
| Jährliche Stromkostenersparnis | 8.000-15.000 EUR (je nach Netzstrompreis) |
| Break-even | 7-9 Jahre |
| Gewinn über 25 Jahre (kumuliert) | 400.000-700.000 EUR |
Projektion auf Basis von Lumitra-Projektdaten und Marktbenchmarks. Konkrete Zahlen für Ihr Gebäude im Gewerbe-Check.
Diese Zahlen werden durch unabhängige Forschung gestützt: Das Ariadne-Projekt (2025, BMBF-gefördert) beziffert die interne Verzinsung für Mieterstrom auf 3,6 bis 18,5 Prozent. Lumitras Ergebnisse liegen konsistent im oberen Bereich dieser Bandbreite — weil die Ausführungsqualität (eigener Meisterbetrieb, optimierte Auslegung, integrierter Betrieb) die wirtschaftlichen Ergebnisse direkt beeinflusst.
Häufig gestellte Fragen
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