Autarkiegrad
Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil ihres Strombedarfs die Bewohner eines Gebäudes selbst aus der eigenen PV-Anlage decken — statt aus dem Netz. Je höher der Autarkiegrad, desto weniger Reststrom muss zugekauft werden und desto wirtschaftlicher ist die Anlage. Bei gut ausgelegten Mieterstromprojekten sind Autarkiegrade von bis zu 85 % erreichbar.

Der Autarkiegrad zeigt, welchen Teil des Strombedarfs die eigene Anlage deckt. Beispiel: Verbraucht ein Haus 40.000 kWh und kommen davon 22.000 kWh vom eigenen Dach, liegt der Autarkiegrad bei 55 %.
Ohne Speicher sind grob 30–50 % üblich, mit Speicher deutlich mehr.
Ein Mehrfamilienhaus mit passend dimensionierter PV-Anlage (und gegebenenfalls Speicher) erreicht einen hohen Autarkiegrad: Der Großteil des Stroms kommt vom eigenen Dach, nur ein kleiner Rest aus dem Netz. Das senkt die Stromkosten der Mieter und erhöht den Ertrag des Eigentümers — weil selbst genutzter Solarstrom mehr wert ist als eingespeister.
Worauf Sie achten sollten
- ✓Autarkiegrad ist nicht Eigenverbrauchsquote. Autarkie = Anteil des gedeckten Bedarfs; Eigenverbrauchsquote = Anteil der genutzten Erzeugung.
- ✓Ein Speicher hebt die Autarkie. Er verschiebt Tagesstrom in den Abend — ob er sich rechnet, hängt vom Lastprofil ab.
- ✓100 % sind selten wirtschaftlich. Eine gewisse Restmenge aus dem Netz ist normal und meist günstiger als eine überdimensionierte Anlage.
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Verwandte Begriffe: Eigenverbrauch · Überschusseinspeisung · Reststromlieferung
Stand: Juli 2026 · zuletzt geprüft. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung — Angaben ohne Gewähr; Förderwerte und Gesetze können sich ändern. Für Ihr konkretes Objekt: kostenlose Ersteinschätzung.