Summenzählermodell
Das Summenzählermodell — auch virtuelles Summenzählermodell — ist das Standard-Messkonzept für Mieterstrom in Mehrparteiengebäuden. Statt jede Wohnung einzeln bidirektional zu verkabeln, erfasst ein Zweirichtungs-Summenzähler am Netzanschluss nur den Reststrombezug und die Überschusseinspeisung des gesamten Gebäudes. Ein Erzeugungszähler misst die PV-Produktion, jede Einheit behält ihren eigenen Verbrauchszähler. Wer wie viel Solar- oder Netzstrom bezogen hat, berechnet die Messsoftware aus den 15-Minuten-Lastgängen — physisch muss dafür nichts umgebaut werden. Genau das macht Mieterstrom technisch schlank und wirtschaftlich.

Ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten und einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach: Mittags produziert die Anlage mehr Strom, als gerade im Haus verbraucht wird. Der Zweirichtungs-Summenzähler am Hausanschluss registriert die Überschüsse, die ins Netz fließen — abends den Reststrom, der aus dem Netz nachgezogen wird. Welcher Mieter tagsüber wie viel Solarstrom genutzt hat, ermittelt die Messsoftware aus den Viertelstundenwerten der einzelnen Wohnungszähler, nicht der Netzbetreiber. Das Ergebnis: Jeder Mieter zahlt nur seinen tatsächlichen Verbrauch und spart gegenüber dem Grundversorger rund 20 Prozent — ohne dass eine einzige Leitung neu verlegt werden musste.
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Verwandte Begriffe: Zweirichtungszähler · Erzeugungszähler · Messstellenbetrieb · Reststromlieferung
Stand: Juli 2026 · zuletzt geprüft. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung — Angaben ohne Gewähr; Förderwerte und Gesetze können sich ändern. Für Ihr konkretes Objekt: kostenlose Ersteinschätzung.