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In unter einer Minute sehen Sie Ertrag, Kosten und Wirtschaftlichkeit Ihrer PV-Anlage — auf Basis der offiziellen EU-Sonnendaten. Und wie viel mehr möglich ist, wenn Sie den Strom als Mieterstrom verkaufen statt einzuspeisen.
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Photovoltaik · Mehrfamilienhaus · Bayern
Photovoltaik im Mehrfamilienhaus
Lohnt sich PV auf Ihrem Dach — und was bringt sie wirklich? Fakten, Kosten, Ertrag und Förderung für Mehrfamilienhäuser in Bayern. Schlüsselfertig von Lumitra aus dem Allgäu.
- Eigenverbrauchter Solarstrom spart rund 35 ct/kWh — Einspeisung bringt nur 5,44–7,70 ct/kWh (ein 5:1-Verhältnis zu Ihren Gunsten).
- PV-Anlage am MFH: Kosten 1.100–1.500 €/kWp, Amortisation 8–12 Jahre, danach 15+ Jahre kostengünstiger Strom.
- Fast jedes Dach geht — Verschattung ist der wichtigste Faktor, nicht die Himmelsrichtung.
- In Bayern verfahrensfrei (BayBO Art. 57), 0 % Umsatzsteuer, Einnahmen bis 30 kWp/Einheit steuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG).
- Bayern = PV-Bundesland Nr. 1 — mehr zur Nutzung auf Wohngebäuden: Photovoltaik und Wohngebäude in Bayern.
- Der erste Schritt: ein Objekt-Check mit Drohnenflug, 3D-Simulation, Ertragsprognose und Dach-Check — kostenlos und unverbindlich.
Lohnt sich Photovoltaik für Ihr Dach?
In 2 Minuten berechnen: Ertragspotenzial, Wirtschaftlichkeit und Amortisation für Ihr Mehrfamilienhaus in Bayern.
Lohnt sich Photovoltaik im Mehrfamilienhaus?
Die kurze Antwort: Ja — und für MFH-Eigentümer oft mehr als für Einfamilienhäuser, weil das Dach im Verhältnis zur Zahl der Verbraucher groß ist und sich der produzierte Strom auf viele Haushalte verteilen lässt. Die entscheidende Stellschraube ist der Eigenverbrauch: Strom, den Sie oder Ihre Mieter selbst verbrauchen, hat heute einen Wert von rund 35 ct/kWh (vermiedener Netzstrombezug). Strom, den Sie einspeisen, bringt nur 5,5–7,8 ct/kWh (Einspeisevergütung, Bundesnetzagentur, Aug 2026–Jan 2027). Das Verhältnis beträgt also rund 5:1 zugunsten des Eigenverbrauchs — wer mehr selbst verbraucht, verdient deutlich mehr.
Eine gut dimensionierte PV-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus amortisiert sich typischerweise in 8 bis 12 Jahren. Danach produziert sie für weitere 15 bis 20 Jahre nahezu kostenlosen Strom, denn moderne Anlagen halten 25 bis 30 Jahre (Fraunhofer ISE). Über die Gesamtlaufzeit ergibt das eine sehr attraktive Rendite.
Bayern gehört zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands mit 1.700 bis 1.900 Sonnenstunden pro Jahr (Deutscher Wetterdienst, Klimadaten 2020–2025). Die typischen PV-Erträge von 1.000 bis 1.150 kWh pro installiertem Kilowatt-Peak liegen über dem Bundesdurchschnitt — das ist ein struktureller Vorteil für jeden Eigentümer in Bayern. Nach installierter PV-Leistung ist Bayern das führende Bundesland in Deutschland (Bundesnetzagentur, Jahresbericht 2024).
Was kostet eine PV-Anlage am Mehrfamilienhaus?
Auf Basis unserer Projekterfahrung bewegen sich die Kosten für schlüsselfertige PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern in Bayern zwischen 1.100 und 1.500 Euro pro kWp (Kilowatt-Peak — die installierte Spitzenleistung der Anlage) — inklusive Montage, Netzanmeldung und Inbetriebnahme. Dank des gesetzlichen Nullsteuersatzes (§ 12 Abs. 3 UStG) fällt auf Lieferung und Installation keine Mehrwertsteuer an, was die Investition um 19 % vergünstigt.
| Anlagengröße (kWp) | Typische Investition | Wohneinheiten (Richtwert) | Jahresertrag (Bayern) |
|---|---|---|---|
| 20 kWp | 22.000–30.000 € | ca. 6–8 WE | 20.000–23.000 kWh |
| 39 kWp | 43.000–59.000 € | ca. 7–12 WE | 39.000–45.000 kWh |
| 60 kWp | 66.000–90.000 € | ca. 15–20 WE | 60.000–69.000 kWh |
| 100 kWp | 110.000–150.000 € | ca. 25–35 WE | 100.000–115.000 kWh |
Was den Preis treibt:
- Anlagengröße
- Dachart und -aufbau
- Speicher (separat zu betrachten)
- Anzahl der Wechselrichter
- Komplexität der Netzeinbindung
Je größer die Anlage, desto günstiger der Preis pro kWp — ein weiterer Vorteil für Mehrfamilienhäuser mit großen Dachflächen. Unser Angebot ist immer individuell und enthält eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung (Best/Mid/Worst-Case).
Statt Ihren Solarstrom für wenige Cent ins Netz einzuspeisen, liefern Sie ihn direkt an Ihre Mieter. Das bringt Ihnen als Eigentümer einen planbaren Mehrertrag — und Ihren Mietern günstigeren Strom. So wird aus dem Dach eine echte Einnahmequelle.
Steuerliche Entlastung von Anfang an
Für gewerblich betriebene Anlagen gibt es zusätzliche steuerliche Hebel: Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG (bis zu 50 % der geplanten Investition) und Sonderabschreibungen (bis 40 %) verbessern die Liquidität in den ersten Jahren erheblich. Die degressive AfA (Absetzung für Abnutzung — die steuerliche Abschreibung) — seit dem Steuerlichen Investitionssofortprogramm (Juli 2025) befristet bis zum 31.12.2027 — ermöglicht 15 % auf PV-Anlagen und 30 % auf Stromspeicher. Diese Kombination macht PV-Investitionen am MFH bilanziell besonders attraktiv — lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater beraten.
Was bringt die Anlage? Ertrag und Ersparnis im Detail
Eine PV-Anlage auf einem bayerischen Mehrfamilienhaus produziert je nach Lage, Ausrichtung und Neigung 1.000 bis 1.150 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt-Peak und Jahr (Fraunhofer ISE). Für eine typische 39-kWp-Anlage auf einem kleinen MFH ergibt das 39.000 bis 45.000 kWh Jahresertrag.
Wie viel davon direkt genutzt werden kann, hängt vom Verbrauchsprofil im Gebäude ab. Ohne Speicher und ohne gezielte Nutzungssteuerung liegt der Eigenverbrauchsanteil typischerweise bei 25 bis 35 % des Ertrags — der Rest wird eingespeist. Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 60 bis 80 %. Bei einem Mehrfamilienhaus mit mehreren aktiven Haushalten über den Tag verteilt ist der Eigenverbrauch naturgemäß höher als beim Einfamilienhaus: Die Verbrauchsmuster der einzelnen Parteien ergänzen sich zeitlich und führen zu einer besseren Ausnutzung des Solarstroms.
Bayern: Spitzenregion für PV-Ertrag
Besonders ertragreich sind Schwaben und das Allgäu — hier werden regelmäßig über 1.100 kWh/kWp/Jahr erreicht, in manchen Jahren sogar mehr. Für eine standortgenaue Ertragsprognose Ihres MFH nutzt Lumitra den Energie-Atlas Bayern (energieatlas.bayern.de) sowie eigene 3D-Simulationen per Drohnenflug — erst damit lässt sich die tatsächliche Ertragssituation Ihres Dachs zuverlässig einschätzen.
Ist Ihr Dach geeignet? Der Dach-Check für MFH
Die gute Nachricht vorab: Die meisten Dächer in Bayern sind für Photovoltaik geeignet. Die Eignungskriterien sind großzügiger als viele Eigentümer denken. Was wirklich zählt — und was weniger entscheidend ist als oft angenommen:
| Kriterium | Ideal | Akzeptabel | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Ausrichtung | Süd (100 % Ertrag) | Ost/West (~80 % Ertrag) | Nord: 30–50 % weniger, selten wirtschaftlich |
| Neigung | 30–36° | 15–45° | Abweichung kostet nur ~10 % Ertrag — wirtschaftlich bleibt es |
| Verschattung | Keine | Gering, nur am Rand | Wichtigster Faktor — mehr als Ausrichtung oder Neigung |
| Tragfähigkeit | Statik geprüft | Nachrüstbar | Lumitra prüft das im Konzept |
| Dachfläche | Zusammenhängend groß | Aufgeteilt auf Ost+West | Ost-West-Split liefert gleichmäßigeren Tagesverlauf |
Brauchen Sie einen Batteriespeicher?
Die ehrliche Antwort: Nicht immer. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil erheblich — ohne Speicher liegt er bei 25 bis 35 %, mit einem passenden Speicher bei 60 bis 80 %. Aber ob er sich rechnet, hängt vom konkreten Fall ab:
- Wie hoch ist der Stromverbrauch im Gebäude?
- Wann wird er verbraucht?
- Wie groß ist die PV-Anlage?
Speicher lohnt sich, wenn …
- der Verbrauch auch abends und nachts hoch ist
- die Anlage ausreichend groß ist (Überschuss vorhanden)
- der Eigenverbrauch ohne Speicher unter 40 % liegt
- zukünftig E-Auto-Ladung geplant ist
Speicher kann warten, wenn …
- der Verbrauch tagsüber bereits gut abgedeckt wird
- viele Mieter tagsüber zu Hause sind (hoher Gleichzeitigkeitseffekt)
- das Budget zunächst auf die Anlage selbst konzentriert werden soll
- durch mehrere Parteien ohnehin ein hoher Eigenverbrauch entsteht
Die Kosten für Batteriespeicher liegen derzeit bei 350 bis 700 Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Kapazität. Ein 10-kWh-Speicher kostet damit rund 3.500 bis 7.000 Euro. Auch hier gilt der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG), sofern der Speicher zusammen mit der PV-Anlage auf einem Wohngebäude installiert wird. Für gewerblich genutzte Anlagen greift zusätzlich die degressive AfA von 30 % (befristet bis 31.12.2027). Lumitra dimensioniert Speicher bedarfsgerecht — wir empfehlen nie zu groß, weil überdimensionierte Speicher die Amortisation verschlechtern.
Was ist am Mehrfamilienhaus anders als beim Einfamilienhaus?
PV auf einem Einfamilienhaus und PV auf einem Mehrfamilienhaus folgen denselben physikalischen Grundprinzipien — aber in der praktischen Umsetzung gibt es wesentliche Unterschiede, die Eigentümer kennen sollten.
Mehrere Parteien, separate Stromzähler
Im Einfamilienhaus gibt es einen Eigentümer, einen Haushalt, einen Zähler. Der Solarstrom fließt einfach ins Haus und wird direkt verbraucht oder eingespeist. Im Mehrfamilienhaus hat jede Wohneinheit ihren eigenen Stromzähler — und damit ihren eigenen Liefervertrag mit dem Energieversorger. Der Solarstrom lässt sich nicht automatisch an die Mieter weitergeben, ohne eine rechtliche und technische Infrastruktur dafür aufzubauen.
Das Summenzähler-Messkonzept
Damit PV-Strom an mehrere Mieter geliefert werden kann, braucht es ein technisches Konzept für die Messung: das Summenzählermodell. Dabei wird an zentraler Stelle (z. B. im Keller) gemessen, wie viel Strom die Anlage erzeugt, und gleichzeitig, wie viel jede Partei verbraucht. Der nicht selbst genutzte Überschuss wird ins öffentliche Netz eingespeist.
WEG: Was ist bei Eigentümergemeinschaften zu beachten?
Bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) muss die PV-Anlage auf dem Gemeinschaftseigentum durch einen Beschluss der Eigentümerversammlung genehmigt werden. Seit der WEG-Reform 2020 gilt: Maßnahmen, die der Förderung erneuerbarer Energien dienen (also PV-Anlagen auf dem Gemeinschaftsdach), können mit einfacher Mehrheit beschlossen werden — das ist eine wichtige Erleichterung gegenüber früher. Lumitra unterstützt Sie bei der Vorbereitung des Eigentümerbeschlusses mit konkreten Zahlen und Wirtschaftlichkeitsrechnung.
| Aspekt | Einfamilienhaus | Mehrfamilienhaus |
|---|---|---|
| Stromzähler | 1 Haushaltszähler | Summenzähler + Einzelzähler je Partei |
| Eigenverbrauch | Nur Eigentümer | Alle Parteien (höherer Gesamteigenverbrauch) |
| Abrechnung | Einfach, ein Netzbetreiber | Erfordert zertifizierten wMSB-Partner und spezifische Messinfrastruktur |
| Rendite-Potenzial | Mittel (Eigenverbrauch begrenzt) | Hoch (viele Verbraucher, staatliche Zuschläge möglich) |
| WEG-Beschluss nötig? | Nein | Bei Gemeinschaftseigentum (einfache Mehrheit seit WEG-Reform 2020) |
Das wissen die wenigsten: Gesetz & Steuer
PV auf dem Mehrfamilienhaus ist in Bayern dank dreier Regelungen deutlich attraktiver als viele ahnen. Diese Vorteile werden selten klar kommuniziert — dabei sind sie handfest und gelten sofort.
PV-Anlagen auf bestehenden Gebäuden sind in Bayern nach Art. 57 BayBO in aller Regel verfahrensfrei — keine Baugenehmigung nötig. Ausnahme: Denkmalschutz.
Nullsteuersatz auf Lieferung und Installation von PV auf Wohngebäuden (§ 12 Abs. 3 UStG). Das spart 19 % gegenüber dem regulären Steuersatz — sofort, ohne Antrag.
PV-Einnahmen sind nach § 3 Nr. 72 EStG (seit 01.01.2025) bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit einkommensteuerfrei. Bei MFH mit mehreren Einheiten summiert sich dieser Freibetrag.
Eine eigene bayerische Landes-Zuschussförderung für PV gibt es derzeit nicht: Der EnergieBonusBayern (PV-Speicher) ist ausgelaufen, das 10.000-Häuser-Programm wurde am 24.04.2022 eingestellt und nicht neu aufgelegt (Energie-Atlas Bayern, STMWI). Die wirtschaftlich entscheidenden Hebel liegen auf Bundesebene — und die sind stark. Für gewerbliche Vermieter lohnt zusätzlich ein Blick auf zinsgünstige Darlehen der LfA Förderbank Bayern sowie das KfW-Förderprogramm 270 (Erneuerbare Energien, 2026 aktiv).
Ablauf & Aufwand: Wie läuft ein PV-Projekt ab?
PV auf einem Mehrfamilienhaus klingt nach bürokratischem Aufwand — und ohne den richtigen Partner stimmt das auch. Mit Lumitra ist Ihr Aufwand minimal: Sie geben uns die Genehmigung für den Objekt-Check und entscheiden sich nach unserer Wirtschaftlichkeitsrechnung. Den Rest übernehmen wir.
Objekt-Check
Drohnenflug, 3D-Simulation, Ertragsprognose, Dach-Check — kostenlos und unverbindlich.
Planung & Konzept
Wirtschaftlichkeitsrechnung Best/Mid/Worst-Case, Förderoptimierung, Anlagenkonzept.
Genehmigung & Anmeldung
Netzanmeldung nach VDE-AR-N 4105, MaStR-Registrierung (MaStR = Marktstammdatenregister; binnen 1 Monat), ggf. Abstimmung mit Denkmalbehörde — alles Lumitra.
Bau & Inbetriebnahme
Montage durch Lumitra-Meisterbetrieb, Übergabe, Einweisung — schlüsselfertig.
Betrieb & Monitoring
Lumitra als zertifizierter wMSB-Partner: Messung, Abrechnung, Monitoring, Wartung — laufend.
Die Gesamtdauer von Erstkontakt bis Inbetriebnahme liegt je nach Netzbetreiber und Anlagengröße erfahrungsgemäß bei 8 bis 20 Wochen. Den größten Zeitfaktor bestimmt die Netzanmeldung — wir managen die Kommunikation mit dem Netzbetreiber, damit keine Verzögerungen durch fehlende Unterlagen entstehen.
Der entscheidende Hebel
Selbst genutzter Solarstrom ist rund 5× wertvoller als eingespeister
Der häufigste Denkfehler bei Photovoltaik: auf die Einspeisevergütung zu schauen. Entscheidend ist, wie viel Strom Sie selbst verbrauchen — denn jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Netzbezugspreis.
Quellen: Haushaltsstrompreis Süddeutschland 2026 (Grundversorgung); EEG-Einspeisevergütung, Bundesnetzagentur 2026.
Eine Anlage. Sechs Mieter. Alle sparen.
Beispielrechnung für ein typisches Mehrfamilienhaus mit 30 kWp PV-Anlage und 6 Wohneinheiten.
Ihr stärkster Schutz gegen steigende Strompreise
Strom aus dem Netz ist in den letzten Jahren massiv teurer geworden. Ihr eigener PV-Strom dagegen kostet über die gesamte Laufzeit praktisch dasselbe — Sie frieren Ihren Strompreis für 25 und mehr Jahre ein.
19,46 ct (2007) → 32,9 ct (2024) — ein Plus von 69 % in 14 Jahren. Der Trend zeigt weiter nach oben.
Quelle: BDEW Strompreisanalyse 2024
Stromgestehungskosten je kWh — über 25 und mehr Jahre praktisch konstant. Kein Anbieterwechsel, keine Preiserhöhung.
Quelle: Fraunhofer ISE, Stromgestehungskosten 2024
5 Mythen über Photovoltaik — und was wirklich stimmt
Rund um Photovoltaik halten sich hartnäckige Halbwahrheiten. Hier sind die fünf häufigsten — mit den belegten Fakten dagegen.
„Im Winter bringt eine PV-Anlage fast nichts.“
Das Winterhalbjahr (Okt–Mrz) liefert kombiniert 35–45 % des Jahresertrags; Dezember und Januar je 3–6 %. Auch diffuses Licht bei Bewölkung erzeugt Strom.
DWD · Fraunhofer ISE
„Module halten sowieso nicht lange.“
Die Moduldegradation beträgt nur 0,2–0,5 % pro Jahr — nach 25 Jahren liefern Module noch 88–95 % ihrer Leistung. Hersteller garantieren 80–92 %.
Fraunhofer ISE, PV-Report
„Photovoltaik lohnt sich in Deutschland nicht mehr.“
Neuer PV-Strom kostet 7–11 ct/kWh, Haushaltsstrom 30–40 ct/kWh. Das sind 19–33 ct Vorteil je selbst genutzter Kilowattstunde — jedes Jahr.
Fraunhofer ISE · BDEW 2024
„PV ist wegen der Preise wieder zu teuer.“
Das Gegenteil ist der Fall: Die Systempreise sind seit 2015 um 40–60 % gefallen — von 1.600–1.800 auf 1.000–1.300 €/kWp.
Fraunhofer ISE (Zeitreihe)
„Ohne volle Förderung rechnet sich nichts.“
Die Förderung ist nebensächlich geworden. Entscheidend ist der Eigenverbrauch: rund 38,6 ct/kWh wert gegenüber 7,70 ct Einspeisung — das 5-Fache.
Bundesnetzagentur · BDEW
Langlebig und klimapositiv
Was Ihre Anlage über 25 Jahre wirklich leistet
Moduldegradation nur 0,2–0,5 % pro Jahr — Hersteller garantieren 80–92 %.
Rund 0,31 t pro Jahr — über 25 Jahre Betrieb summiert (Strommix-Ausgleich).
Jede installierte kWp entlastet das Klima wie 1.600–1.900 nicht gefahrene Pkw-Kilometer pro Jahr.
Wenig Wartung; der Wechselrichter wird nach 10–15 Jahren einmal getauscht.
Quellen: Fraunhofer ISE (Moduldegradation, Lebensdauer); Umweltbundesamt (Emissionsfaktor Strommix 2025). Vergleichswerte gerundet.
Ihre PV-Anlage melden wir beim örtlichen Netzbetreiber an (in Bayern großflächig Bayernwerk) — unabhängig vom Betreiber.
Photovoltaik ist mit nahezu jedem Netzbetreiber realisierbar. ▾
Haltbarkeit, Wartung und Betrieb
PV-Anlagen sind eine langlebige Investition: Moderne Module und Wechselrichter halten 25 bis 30 Jahre. Der Wartungsaufwand ist gering — PV-Anlagen haben keine beweglichen Teile und sind damit deutlich wartungsärmer als viele andere Haustechniksysteme. Trotzdem empfiehlt sich eine regelmäßige Sichtprüfung (mindestens einmal im Jahr) sowie eine Ertragskontrolle über das Monitoring-System.
Lumitra begleitet Ihre Anlage nach der Inbetriebnahme als langfristiger Betriebspartner: Monitoring, Wartung, Meldewesen und Abrechnung bleiben in einer Hand. Das ist besonders für MFH-Eigentümer wichtig, die keine eigene technische Infrastruktur für den Anlagenbetrieb aufbauen wollen.
Warum sich die meisten, die über Photovoltaik nachdenken, am Ende für Mieterstrom interessieren
Wer ein Mehrfamilienhaus besitzt und den Solarstrom einfach ins öffentliche Netz einspeist, erzielt 5,44 bis 7,70 ct/kWh. Das ist ordentlich — aber es ist nur ein Bruchteil dessen, was möglich ist. Das deutlich attraktivere Modell für MFH-Eigentümer heißt Mieterstrom: Den PV-Strom nicht einspeisen, sondern direkt an die eigenen Mieter liefern.
Mieterstrom ist in § 42a EnWG geregelt: Der Gebäudeeigentümer (oder ein beauftragter Dienstleister wie Lumitra) wird zum Stromlieferanten für die eigenen Mieter. Die Mieter erhalten günstigen Solarstrom direkt vom Dach — günstiger als der lokale Grundversorgungstarif. Der Eigentümer erhält dafür deutlich mehr als die Einspeisevergütung, plus den staatlichen Mieterstromzuschlag von 1,57 bis 2,51 ct/kWh je nach Anlagengröße (Bundesnetzagentur, gültig Aug 2026–Jan 2027; zum 01.02.2027 greift die nächste Anpassung durch Degression). Das technische Fundament ist das Summenzählermodell, das Lumitra als zertifizierter wMSB-Partner vollständig einrichtet und betreibt.
Schon ab etwa 6 Wohneinheiten rentabel — auch kleine MFH ausdrücklich willkommen
Mieterstrom ist kein Modell nur für große Wohnhäuser. Lumitra realisiert Mieterstrom-Projekte bereits ab etwa 6 Wohneinheiten wirtschaftlich rentabel — auch kleine Mehrfamilienhäuser im Bestand sind ausdrücklich willkommen. Dass kleine Objekte sich rechnen, zeigt ein konkretes Referenzprojekt aus dem Allgäu: 39 kWp auf einem 7-Wohneinheiten-Haus erzielen 14,51 % Eigenkapitalrendite. Diese Zahl ist kein Ausnahmefall, sondern ein Beleg dafür, dass das Modell auch im kleinen Maßstab funktioniert.
In Bayern gibt es rund 491.429 Wohngebäude mit mindestens drei Wohneinheiten (Bayerisches Landesamt für Statistik, Gebäudebestand 2024) — der überwiegende Teil davon noch ohne PV-Anlage. Bundesweit schätzt das IW Köln (2024) das Potenzial auf 1,9 bis 2,1 Millionen geeignete Mehrfamilienhäuser, wovon bis April 2024 erst rund 9.000 realisiert wurden. Wer jetzt handelt, ist früh positioniert.
Mieterschutz ist gesetzlich gesichert: Die maximale Kündigungsfrist für Mieterstrom-Verträge beträgt laut § 42a Abs. 5 EnWG drei Monate — Mieter können ohne Konsequenzen für das Mietverhältnis kündigen. In der Praxis nutzen Mieter dieses Recht selten, weil der Tarif günstiger als der lokale Grundversorgungstarif ist.
Referenzprojekt Allgäu: 39 kWp / 7 WE → 14,51 % Eigenkapitalrendite. Mehr zum Wirtschaftlichkeits-Modell: Mieterstrom-Wirtschaftlichkeit. Alles zum Thema in Bayern: Mieterstrom in Bayern.
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Drei Wege zu Ihrer Anlage — auch ganz ohne eigene Investition
Sie entscheiden, wie viel Sie selbst investieren — bis hin zu ganz ohne Anfangsinvestition. Lumitra kann die Anlage auch komplett besitzen und betreiben.
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Keine Investition nötig: Lumitra baut, besitzt und betreibt die Anlage. Sie beziehen günstigeren Strom ab Tag 1 — ohne Kapital zu binden.
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Vom Mieterstrom-Konzept bis zur laufenden Abrechnung — Lumitra deckt die komplexen Schritte ab, die sonst fünf verschiedene Dienstleister bräuchten.
PV-Anlagen für Mieterstrom funktionieren anders als Standard-Dachanlagen. Eine Anlage, die auf maximale Einspeisung ausgelegt ist, verschenkt bei Mieterstrom bares Geld. Wir planen, dimensionieren und montieren Anlagen, die auf maximalen Eigenverbrauch im Gebäude optimiert sind — mit der richtigen Dachbelegung, dem passenden Speicher und einem Messkonzept, das von Tag eins funktioniert. Rechtssicher mit automatischer Abrechnung. Plus App für live Daten.
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Häufige Fragen zu PV im Mehrfamilienhaus
Lohnt sich PV bei einem Ost-West-Dach?
Ja. Eine Ost-West-Ausrichtung erreicht rund 80 % des Ertrags einer Südanlage — bei einem entscheidenden Vorteil: Der Strom wird gleichmäßiger über den Tag verteilt produziert (morgens Ost, abends West), was die Eigenverbrauchsquote oft erhöht. Bei MFH mit mehreren Parteien und entsprechend hohem Tagesverbrauch ist Ost-West häufig sogar die bessere Wahl als eine reine Südanlage.
Brauche ich unbedingt einen Stromspeicher?
Nicht zwingend. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil von typisch 25–35 % auf 60–80 % und verbessert damit die Gesamtrendite. Ob er sich rechnet, hängt von der Anlagengröße, dem Verbrauchsprofil und dem Budget ab. Beim Mieterstrom-Modell mit mehreren Parteien ist der Eigenverbrauch ohnehin höher — manchmal reicht das bereits ohne Speicher. Lumitra dimensioniert passend, ohne überzudimensionieren.
Brauche ich für eine PV-Anlage am MFH eine Baugenehmigung?
In Bayern sind PV-Anlagen auf Bestandsgebäuden nach Art. 57 BayBO grundsätzlich verfahrensfrei — eine Baugenehmigung ist nicht erforderlich. Ausnahmen gelten für Denkmalschutzobjekte und in einigen Fällen bei Eingriff in das Gemeinschaftseigentum einer WEG. Die Netzanmeldung (VDE-AR-N 4105) und MaStR-Registrierung (binnen 1 Monat nach Inbetriebnahme) sind Pflicht — Lumitra übernimmt beides.
Wie lange dauert die Umsetzung?
Von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme dauert es erfahrungsgemäß 8 bis 20 Wochen. Den größten Einfluss hat die Dauer der Netzanmeldung beim zuständigen Netzbetreiber. Lumitra managt diesen Prozess vollständig und koordiniert alle Beteiligten — damit keine Verzögerungen durch fehlende Unterlagen entstehen.
Gibt es in Bayern eine PV-Pflicht für Mehrfamilienhäuser?
Nein. In Bayern gilt die verbindliche PV-Pflicht nur für neue Nichtwohngebäude (seit 01.01.2023, Bayerisches Klimaschutzgesetz BayKlimaG). Für Wohngebäude — also auch für Mehrfamilienhäuser — besteht lediglich eine Soll-Vorschrift, keine gesetzliche Pflicht. PV am MFH ist in Bayern ein freiwilliger, wirtschaftlich attraktiver Business Case.
Ab wie vielen Wohneinheiten lohnt sich Mieterstrom?
Schon ab etwa 6 Wohneinheiten ist Mieterstrom wirtschaftlich rentabel — auch kleine Mehrfamilienhäuser im Bestand sind ausdrücklich willkommen. Ein Referenzprojekt aus dem Allgäu zeigt: 39 kWp auf 7 Wohneinheiten erzielen 14,51 % Eigenkapitalrendite. Entscheidend sind Dach, Verbrauch und lokale Gegebenheiten — das klären wir kostenlos im Objekt-Check.
Quellen
- Fraunhofer ISE — „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“ — ise.fraunhofer.de
- Bundesnetzagentur — EEG-Fördersätze / Jahresbericht 2024 — bundesnetzagentur.de
- Bayerisches Klimaschutzgesetz (BayKlimaG) — gesetze-bayern.de
- Bayerische Staatsregierung — „Solaroffensive Bayern“ (2022)
- Energie-Atlas Bayern — energieatlas.bayern.de
- Deutscher Wetterdienst (DWD) — Klimadaten 2020–2025
- Bayerisches Landesamt für Statistik — Gebäudebestand 2024
- IW Köln (2024) — Mieterstrom-Potenzial in Deutschland
- KfW — Programm 270 (Erneuerbare Energien Standard) — kfw.de
- LfA Förderbank Bayern — lfa.de
- § 3 Nr. 72 EStG · § 12 Abs. 3 UStG · § 7g EStG · § 42a EnWG — gesetze-im-internet.de
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr; Förderwerte, Gesetze und Marktdaten können sich ändern. Genannte Renditen sind Beispiel- bzw. Erfahrungswerte und keine Zusicherung — die Ergebnisse hängen vom konkreten Objekt ab. Für Ihr Vorhaben: kostenlose Ersteinschätzung.
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Autor: Lumitra-Redaktion — Mieterstrom-Komplettanbieter aus dem Allgäu
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Hinweis zur Aktualität: Die angegebenen EEG-Fördersätze (Einspeisevergütung und Mieterstromzuschlag) gelten für Anlagen mit Inbetriebnahme ab 1. August 2026. Von uns geprüft und aktualisiert am 7. August 2026.
