Zum Inhalt springen

Photovoltaik-Mieterstrom — PV-Anlagen, die für Mehrfamilienhäuser geplant sind

PV-Anlagen für Mieterstrom funktionieren anders als Standard-Dachanlagen. Eine Anlage, die auf maximale Einspeisung ausgelegt ist, verschenkt bei Mieterstrom bares Geld. Wir planen, dimensionieren und montieren Anlagen, die auf maximalen Eigenverbrauch im Gebäude optimiert sind — mit der richtigen Dachbelegung, dem passenden Speicher und einem Messkonzept, das von Tag eins funktioniert.

Lumitra-Schaubild: Der Faktor 3, der über die Rendite entscheidet
Wer den PV-Strom im Haus verbraucht, verdient bis zu drei Mal mehr pro Kilowattstunde. · Klicken zum Vergrößern
Drohnenaufnahme Mehrfamilienhaus mit PV-Anlage — Lumitra-Mieterstrom
Lumitra-Mieterstromprojekt — Nachbarhäuser zum Schutz der Privatsphäre ausgeblendet.

Warum Photovoltaik und Mieterstrom zusammengehören

Eine PV-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus produziert Strom. Was mit diesem Strom passiert, entscheidet über die Wirtschaftlichkeit des gesamten Projekts. Und genau hier liegt der Unterschied zwischen einer rentablen Investition und einer verpassten Chance.

Ohne Mieterstrom bleibt Eigentümern von Mehrfamilienhäusern in der Regel nur eine Option: den erzeugten Solarstrom vollständig ins öffentliche Netz einspeisen. Denn anders als beim Einfamilienhaus, in dem Erzeuger und Verbraucher identisch sind, müssen bei Mehrfamilienhäusern rechtliche, messtechnische und abrechnungstechnische Voraussetzungen erfüllt werden, bevor Strom an Mieter geliefert werden darf.

Mieterstrom schafft diese Voraussetzungen — und macht den entscheidenden wirtschaftlichen Unterschied.

Einspeisung vs. Mieterstrom — der Faktor 3

Die Zahlen sind eindeutig:

Modell Vergütung pro kWh Erklärung
Volleinspeisung 7–8 ct/kWh Aktuell 7,78 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp (Feb–Jul 2026). Der Strom geht ins öffentliche Netz. Die Mieter profitieren nicht.
Mieterstrom 24–28 ct/kWh Direktverkauf an Mieter im Gebäude. Preis max. 90% des örtlichen Grundversorgertarifs. Zusätzlich: Mieterstromzuschlag (1,29–2,54 ct/kWh).
Faktor 3- bis 4-fach Jede Kilowattstunde, die im Gebäude verbraucht statt eingespeist wird, bringt dem Eigentümer das 3- bis 4-Fache.

Dazu kommt: Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich. Der Strompreis, den Mieter zahlen, bleibt stabil oder steigt. Die Schere wird größer, nicht kleiner. Wer heute eine PV-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus plant, ohne Mieterstrom mitzudenken, verzichtet auf den größten Teil der möglichen Rendite.

Ein konkretes Beispiel: Ein 12-Parteien-Haus mit einer 35-kWp-Anlage erzeugt rund 33.000 kWh pro Jahr. Bei Volleinspeisung ergibt das etwa 2.570 Euro Jahresertrag. Mit Mieterstrom und einer Eigenverbrauchsquote von 60 Prozent steigt der Jahresertrag auf etwa 7.400 Euro — fast das Dreifache. Der Mieterstromzuschlag und die Steuervorteile kommen noch obendrauf.

Die Kombination aus Photovoltaik und Mieterstrom ist nicht eine von mehreren Optionen. Für Mehrfamilienhäuser ist sie die wirtschaftlich stärkste Nutzung einer PV-Anlage.

Grundlagen zum Thema: Was ist Mieterstrom?

Was eine Mieterstrom-PV-Anlage von einer Standard-PV-Anlage unterscheidet

Die meisten Solarteure planen PV-Anlagen für Einfamilienhäuser. Das Ziel dort: möglichst viel Strom produzieren und den Eigenverbrauch eines einzelnen Haushalts maximieren. Die Anlage wird nach Süd ausgerichtet, auf maximale Jahreserträge optimiert, und der Wechselrichter wird passend zum String-Design dimensioniert.

Bei einer Mieterstrom-Anlage für ein Mehrfamilienhaus gelten andere Regeln:

1. Das Verbrauchsprofil ist anders. Statt eines einzelnen Haushalts gibt es 6, 12 oder 20 und mehr Verbraucher mit unterschiedlichen Tagesabläufen. Das Lastprofil ist breiter verteilt — morgens, mittags, abends. Eine reine Süd-Ausrichtung produziert den meisten Strom mittags, wenn viele Bewohner bei der Arbeit sind. Eine Ost-West-Auslegung verteilt die Produktion gleichmäßiger über den Tag und erhöht den Eigenverbrauchsanteil.

2. Das Messkonzept ist Pflicht, nicht optional. Jeder Mieter braucht einen eigenen geeichten Zähler. Die Verteilung des PV-Stroms muss dokumentiert und abrechenbar sein. Das erfordert ein durchdachtes Messkonzept vor der ersten Modulverlegung — nicht nachträglich.

3. Die Speicherstrategie unterscheidet sich. Ein Haushaltsspeicher für ein Einfamilienhaus hat typischerweise 5 bis 10 kWh. Für ein Mehrfamilienhaus mit Mieterstrom wird der Speicher größer dimensioniert, aber nicht proportional: Der Glättungseffekt durch mehrere Verbraucher macht kleinere Speicher pro Wohneinheit wirtschaftlich. Die optimale Größe hängt vom Verhältnis zwischen PV-Leistung, Verbrauchsprofil und Anzahl der Wohneinheiten ab.

4. Die Wechselrichter-Architektur wird komplexer. Mehrere Dachflächen, unterschiedliche Ausrichtungen, Verschattungssituationen und größere Gesamtleistungen erfordern eine durchdachte Wechselrichter-Strategie. String-Wechselrichter, Moduloptimierer oder Mikrowechselrichter — die Wahl hängt von der spezifischen Dachsituation ab und beeinflusst die Gesamteffizienz erheblich.

5. Zukünftige Erweiterungen müssen eingeplant werden. Wärmepumpen-Integration, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, Gewerbespeicher — bei Mehrfamilienhäusern sind diese Erweiterungen wahrscheinlicher als bei Einfamilienhäusern. Die Anlagenplanung muss Reservekapazitäten und Schnittstellen von Anfang an berücksichtigen.

Lumitra plant PV-Anlagen ausschließlich für Mehrfamilienhäuser und Mieterstrom-Projekte. Jede Anlage wird individuell auf das Gebäude, die Bewohnerstruktur und das gewählte Betriebsmodell abgestimmt — nicht nach dem Schema einer Einfamilienhaus-Planung skaliert.


Lumitra-Schaubild: Fünf Komponenten — eine PV-Anlage für 25+ Jahre
Fünf Komponenten — eine PV-Anlage für 25+ Jahre · Klicken zum Vergrößern

Technische Planung: PV-Anlagen für Mieterstrom sind anders

Die technische Planung einer Mieterstrom-PV-Anlage unterscheidet sich in vier zentralen Punkten von einer Standard-Installation. Jeder dieser Punkte hat direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit — und wird von Anbietern ohne MFH-Erfahrung regelmäßig falsch umgesetzt.

Dachbelegung — optimiert auf Eigenverbrauch, nicht auf Maximaleinspeisung

Bei Einfamilienhäusern lautet die Faustregel: So viele Module wie möglich, möglichst nach Süd. Bei Mieterstrom-Anlagen für Mehrfamilienhäuser ist diese Strategie kontraproduktiv. Der Grund: Jede Kilowattstunde, die im Gebäude verbraucht wird, bringt 24 bis 28 Cent. Jede Kilowattstunde, die ins Netz eingespeist wird, bringt 7 bis 8 Cent.

Wechselrichter-Strategie für Mehrfamilienhäuser

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der PV-Module in Wechselstrom um, den die Haushalte nutzen können. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Wechselrichter-Wahl komplexer als bei Einfamilienhäusern — und hat größere Auswirkungen auf die Gesamteffizienz.

Speicherdimensionierung im Mieterstrom-Kontext

Ein Batteriespeicher ist kein Muss für Mieterstrom, aber er verbessert die Wirtschaftlichkeit signifikant. Die Frage ist nicht ob, sondern wie groß. Die Grundlogik: Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil eines typischen Mehrfamilienhauses bei 30 bis 40 Prozent. Der Rest wird für 7 bis 8 Cent pro Kilowattstunde eingespeist.

Messkonzept — Summenzähler vs. Einzelzähler

Das Messkonzept ist das technische Rückgrat jedes Mieterstromprojekts. Ohne korrekte Messung keine rechtskonforme Abrechnung, ohne Abrechnung kein Mieterstrom. Trotzdem wird das Messkonzept in vielen Planungen erst am Ende berücksichtigt — wenn die PV-Anlage bereits steht und Probleme teuer werden.

Jetzt unverbindliches Erstgespräch sichern

In 30 Minuten prüfen wir gemeinsam, ob Ihr Objekt für Mieterstrom geeignet ist — kostenlos, ohne Verpflichtung.

Erstgespräch anfragen →

Video: So planen wir PV-Anlagen für Mieterstrom

▶ Erklärvideo folgt
Solar-Installateure bei der Montage einer Photovoltaik-Anlage
Lumitra: PV-Planung, Installation, Anschluss und Mieterstrom-Vertrieb für jedes Mehrfamilienhaus.

Dimensionierung — typische Anlagengrößen nach Gebäudeart

Die richtige Anlagengröße ist keine Bauchentscheidung. Sie ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Dachfläche, Stromverbrauch der Bewohner, gewünschtem Eigenverbrauchsanteil und wirtschaftlichem Zielmodell. Die folgenden Richtwerte geben eine erste Orientierung — die exakte Dimensionierung erfolgt individuell pro Objekt.

Faustregel: 2 bis 4 kWp pro Wohneinheit, je nach durchschnittlichem Stromverbrauch. Pro kWp werden etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche benötigt (Schrägdach), bei Flachdächern mit Aufständerung 7 bis 10 Quadratmeter (wegen der Reihenabstände).

Gebäude Wohneinheiten PV-Leistung Dachflächenbedarf Speicherempfehlung Module (ca.) Jahresertrag (ca.)
Kleines MFH 6 WE 15–20 kWp 90–140 m2 10–15 kWh 35–50 14.000–19.000 kWh
Mittleres MFH 12 WE 30–40 kWp 180–280 m2 20–30 kWh 70–100 28.000–38.000 kWh
Große Wohnanlage 20+ WE 50–80 kWp 300–560 m2 40–60 kWh 120–200 47.000–76.000 kWh
Gewerbe-MFH gemischt individuell individuell individuell individuell individuell

Hinweis zu den Jahreserträgen: Die Werte basieren auf einem spezifischen Jahresertrag von ca. 950 kWh pro kWp, was dem Durchschnitt für Süddeutschland (Bayern/Baden-Württemberg) entspricht. Norddeutsche Standorte liegen bei ca. 850 bis 900 kWh/kWp. Die tatsächlichen Erträge hängen von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Standort ab.

Was die Tabelle nicht zeigt: Die optimale Anlagengröße ist nicht immer die maximal mögliche. Bei Mieterstrom kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, die Anlage etwas kleiner zu dimensionieren und dafür einen höheren Eigenverbrauchsanteil zu erzielen — weil der Mehrertrag pro eingespeister Kilowattstunde den Minderertrag durch weniger Module übersteigt.

Ein Beispiel: Ein 12-Parteien-Haus mit einem großen Dach könnte 50 kWp aufnehmen. Aber bei 50 kWp und 12 Wohneinheiten sinkt der Eigenverbrauchsanteil auf unter 30 Prozent, weil die Produktion den Verbrauch bei Weitem übersteigt. Eine 35-kWp-Anlage mit 25-kWh-Speicher erzielt zwar weniger Gesamtstrom, aber einen höheren Anteil davon wird für 24 bis 28 Cent im Gebäude verbraucht statt für 7 bis 8 Cent eingespeist. Die Gesamtrendite ist höher.

Genau diese Optimierung leistet die individuelle 3D-Simulation, die Lumitra für jedes Objekt erstellt. Verschiedene Belegungsvarianten werden durchgerechnet, mit unterschiedlichen Speichergrößen kombiniert und in einer Wirtschaftlichkeitsanalyse (Best/Mid/Worst Case) verglichen.

Individuelle Berechnung für Ihr Gebäude: Zum Wirtschaftlichkeitsrechner


Eigenverbrauch vs. Einspeisung — warum hoher Eigenverbrauch der Schlüssel ist

Eigenverbrauch ist der Prozentsatz des erzeugten PV-Stroms, der direkt im Gebäude verbraucht wird — ohne den Umweg über das öffentliche Netz. Bei Mieterstrom ist diese Kennzahl der entscheidende Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Denn die Preisdifferenz zwischen Eigenverbrauch (24–28 ct/kWh) und Einspeisung (7–8 ct/kWh) beträgt 16 bis 21 Cent pro Kilowattstunde. Jede Maßnahme, die den Eigenverbrauch um einen Prozentpunkt erhöht, verbessert die Rendite direkt.

Drei Stufen zeigen, wie sich der Eigenverbrauch systematisch steigern lässt:

Eigenverbrauch ohne Speicher

Ohne Speicher verbraucht ein typisches Mehrfamilienhaus 30 bis 40 Prozent des erzeugten PV-Stroms direkt. Der Rest wird eingespeist.

Warum gerade 30 bis 40 Prozent? Die PV-Anlage produziert den meisten Strom zwischen 10 und 15 Uhr — wenn ein Grossteil der Bewohner bei der Arbeit ist. In den Morgen- und Abendstunden, wenn der Verbrauch im Gebäude am höchsten ist, liefert die Anlage weniger oder gar keinen Strom.

Mehrfamilienhäuser haben gegenüber Einfamilienhäusern allerdings einen strukturellen Vorteil: Durch die Vielzahl der Bewohner gibt es immer jemanden, der gerade Strom verbraucht. Rentner, Home-Office-Arbeiter, Familien mit kleinen Kindern — die Lastprofile überlagern sich. Deshalb liegt der Eigenverbrauch bei MFH ohne Speicher bereits bei 30 bis 40 Prozent, während Einfamilienhäuser ohne Speicher typischerweise nur auf 20 bis 30 Prozent kommen.

Für die Wirtschaftlichkeit bedeutet das: Selbst ohne Speicher ist Mieterstrom deutlich rentabler als Volleinspeisung. Aber das Optimierungspotenzial ist erheblich.

Eigenverbrauch mit Speicher

Ein passend dimensionierter Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil auf 60 bis 80 Prozent. Der Speicher fängt die Mittagsspitze ab, die das Gebäude nicht direkt verbrauchen kann, und liefert den gespeicherten Strom in den Abend- und Nachtstunden, wenn der Verbrauch steigt.

Das Zusammenspiel:

Tageszeit PV-Produktion Gebäude-Verbrauch Speicher-Aktion
6–9 Uhr Anlaufend Hoch (Morgenroutine) Speicher liefert Reststrom
9–11 Uhr Steigend Mittel Direktverbrauch + Speicher lädt
11–15 Uhr Maximum Niedrig–Mittel Direktverbrauch + Speicher lädt voll
15–18 Uhr Sinkend Steigend Direktverbrauch + Speicher beginnt zu liefern
18–22 Uhr Gering–Null Hoch (Abendspitze) Speicher liefert
22–6 Uhr Null Niedrig (Grundlast) Speicher liefert Restkapazität

Der wirtschaftliche Effekt: Bei einer 35-kWp-Anlage mit 25-kWh-Speicher auf einem 12-Parteien-Haus verschiebt der Speicher rund 6.000 bis 8.000 kWh pro Jahr vom Einspeisen zum Eigenverbrauch. Bei einer Preisdifferenz von 16 bis 21 Cent pro Kilowattstunde ergibt das 960 bis 1.680 Euro zusätzlichen Jahresertrag. Über die Lebensdauer des Speichers (10 bis 15 Jahre) summiert sich das auf 10.000 bis 25.000 Euro — bei Speicherkosten von 10.000 bis 17.500 Euro (installiert).

Eigenverbrauch mit Mieterstrom — der entscheidende Hebel

Die dritte Stufe ist die Kombination aus Speicher und möglichst vielen teilnehmenden Mietern. Je mehr Wohneinheiten am Mieterstrom teilnehmen, desto breiter ist das Lastprofil des Gebäudes, desto mehr PV-Strom wird direkt verbraucht — und desto weniger muss eingespeist werden.

Zwei Effekte wirken zusammen:

1. Mehr Abnehmer = breiteres Lastprofil. Wenn 80 Prozent statt 50 Prozent der Mieter teilnehmen, steigt die Gesamtlast im Gebäude, die durch PV-Strom gedeckt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass zu jedem Zeitpunkt jemand Strom verbraucht, steigt mit der Anzahl der Teilnehmer.

2. Weniger Einspeisung = höherer Durchschnittspreis pro kWh. Jede Kilowattstunde, die nicht eingespeist wird, generiert das 3- bis 4-Fache. Der Durchschnittserlös pro erzeugter Kilowattstunde steigt mit jeder Verschiebung von Einspeisung zu Eigenverbrauch.

Die Eigenverbrauchsquoten im Vergleich:

Szenario Eigenverbrauch Einspeisung Durchschnittserlöse/kWh
PV ohne Speicher, keine Mieterstrom-Teilnahme 25–35% 65–75% ~12 ct
PV ohne Speicher, 60% Mieter-Teilnahme 30–40% 60–70% ~14 ct
PV mit Speicher, 60% Mieter-Teilnahme 55–70% 30–45% ~19 ct
PV mit Speicher, 80% Mieter-Teilnahme 65–80% 20–35% ~22 ct
PV mit Speicher, 80% Teilnahme + Energiemgmt 70–85% 15–30% ~24 ct

Der letzte Sprung — von 80 Prozent Teilnahme auf 80 Prozent plus Energiemanagement — kommt durch intelligente Steuerung: Wärmepumpen laufen, wenn die PV-Anlage produziert. Elektrofahrzeuge laden mittags statt nachts. Warmwasserbereitung wird in die Sonnenstunden verlagert. Das Energiemanagement-System orchestriert diese Verbraucher so, dass der Eigenverbrauch maximiert wird.

Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung bedeutet das: Der Unterschied zwischen einer gut geplanten Mieterstrom-Anlage (80% Teilnahme, Speicher, Energiemanagement) und einer ungeplanten Standard-PV-Anlage (30% Eigenverbrauch, keine Mieterstrom-Teilnahme) ist nicht marginal — es ist der Unterschied zwischen 12 und 24 Cent Durchschnittserlös pro Kilowattstunde. Das Doppelte. Und dieser Unterschied wird über 20 bis 30 Jahre Anlagenlaufzeit kumuliert.

Mehr zu Energiemanagement: Energiemanagement bei Lumitra


Schreiben Sie uns direkt

Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden (werktags) bei Ihnen zurück.

Mit Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu.

Komponenten einer Mieterstrom-PV-Anlage

Eine Mieterstrom-Anlage besteht aus fünf Kernkomponenten. Lumitra berät bei jeder Komponente herstellerunabhängig — die Auswahl richtet sich nach Preis-Leistung, Verfügbarkeit, Garantiebedingungen und der Kompatibilität mit dem Gesamtsystem. Keine Exklusivverträge mit einzelnen Herstellern, keine künstlich eingeschränkte Auswahl.

PV-Module

Die Module sind die sichtbarste Komponente — und bei der Auswahl geht es weniger um Marke als um Systemeignung. Aktuelle Marktstandards (2026): Leistung 400 bis 450 Watt Peak pro Modul (monokristallin, Halbzellen-Technologie). Masse rund 20 bis 25 Kilogramm pro Modul. Auswahl nach Preis-Leistung, Verfügbarkeit und Garantiebedingungen.

Wechselrichter

Der Wechselrichter bestimmt die Effizienz, Zuverlässigkeit und Erweiterbarkeit der gesamten Anlage.

Batteriespeicher

Für Mieterstrom kommen Gewerbe- und Quartierspeicher zum Einsatz, die größer dimensioniert sind als Heimspeicher:

  • Technologie: Lithium-Eisenphosphat (LFP) — sicherer, langlebiger und kostengünstiger als NMC-Zellchemie
  • Kapazität: 10 bis 60 kWh pro Projekt (siehe Dimensionierungstabelle oben)
  • Zyklen: 6.000 bis 10.000 Vollzyklen (LFP)

Smart Meter und Messinfrastruktur

Die Messinfrastruktur ist die technische Grundlage der Mieterstrom-Abrechnung:; Smart Meter: Geeichte, digitale Stromzähler mit Fernauslesefunktion. Erforderlich für jede teilnehmende Wohneinheit. Smart Meter Gateway (SMGW): Kommunikationseinheit, die die Zähler mit dem zentralen Abrechnungssystem verbindet — Voraussetzung für die viertelstundengenaue automatische Abrechnung.

Energiemanagement-System

Das Energiemanagement-System (EMS) ist die intelligente Steuerungsebene, die alle Komponenten orchestriert:

  • Lastmanagement: Steuerbare Verbraucher (Wärmepumpe, Wallbox, Warmwasserbereitung) werden aktiviert, wenn die PV-Anlage produziert — und gedrosselt, wenn Strom aus dem Netz bezogen werden müsste.
  • Speichersteuerung: Der Speicher wird priorisiert geladen, wenn PV-Überschuss anfällt, und entladen, wenn Verbrauch im Gebäude steigt.
Lumitra-Mieterstromprojekt Würzburg Drohnenaufnahme
Lumitra-Mieterstromprojekt — Nachbarhäuser zum Schutz der Privatsphäre ausgeblendet.

Referenzprojekte — PV-Anlagen im Mieterstrom-Betrieb

6 Wohneinheiten — Mehrfamilienhaus im Allgäu

18 kWp · 6 WE
Gebäudetyp
Mehrfamilienhaus, Bestandsbau
Wohneinheiten
6
PV-Leistung
18 kWp
Dachtyp
Schrägdach, Ost-West

12 Wohneinheiten — Wohnanlage mit Speicher

35 kWp · 12 WE
Gebäudetyp
Wohnanlage, Neubau
Wohneinheiten
12
PV-Leistung
35 kWp
Dachtyp
Flachdach, Ost-West-Aufständerung

24 Wohneinheiten — Grossprojekt mit Gewerbeanteil

65 kWp
Gebäudetyp
Wohnanlage mit Gewerbeeinheiten im EG
Wohneinheiten
24 (davon 4 Gewerbe)
PV-Leistung
65 kWp
Dachtyp
Flachdach, Süd + Ost-West kombiniert

Häufig gestellte Fragen zur Photovoltaik für Mieterstrom

Für Mehrfamilienhäuser kommen standardmäßig Module mit 400 bis 450 Watt Peak zum Einsatz — das derzeit gängige Leistungsspektrum. Ein Modul misst etwa 1,7 mal 1,1 Meter und wiegt zwischen 20 und 25 Kilogramm.

Entscheidend ist weniger das einzelne Modul als die Systemauslegung: Wie viele Module passen auf die verfügbare Dachfläche, wie werden sie verschaltungstechnisch optimal gruppiert und wie passt die Gesamtleistung zum Verbrauchsprofil des Gebäudes. Bei Flachdächern mit begrenzter Auflastreserve können leichtere Module (unter 20 kg) die bessere Wahl sein. Bei großen Dachflächen ohne Gewichtsbeschränkung sind kosteneffiziente Standard-Module wirtschaftlicher.

Lumitra berät herstellerunabhängig und wählt Module nach Preis-Leistung, Verfügbarkeit und Garantiebedingungen — nicht nach Markenpräferenz.

Beide Dachtypen eignen sich für Mieterstrom. Die Unterschiede liegen in der Planungsfreiheit und der Ertragsverteilung:

Flachdächer bieten den Vorteil, dass Module in optimaler Neigung (10 bis 15 Grad) und beliebiger Ausrichtung aufgeständert werden können. Ost-West-Aufstellungen lassen sich realisieren, die den Tagesertrag gleichmäßiger verteilen — ideal für Mieterstrom, weil morgens und abends mehr Bewohner Strom verbrauchen. Nachteil: Die Aufständerung erfordert größere Reihenabstände (Verschattung zwischen den Reihen), was die nutzbare Fläche reduziert.

Schrägdächer nutzen die vorhandene Neigung und Ausrichtung. Süddächer liefern den höchsten Gesamtertrag, Ost-West-Dächer verteilen die Produktion gleichmäßiger über den Tag. Die Modulbefestigung ist unkomplizierter und günstiger als Aufständerung. Nachteil: Die Ausrichtung ist vorgegeben und kann nicht optimiert werden.

Für die Wirtschaftlichkeit ist weniger der Dachtyp entscheidend als die Kombination aus Ausrichtung, Speicher und Eigenverbrauchsoptimierung. Ein gut geplantes Schrägdach-Projekt kann die gleiche Rendite erzielen wie ein Flachdach-Projekt — wenn die Anlagenplanung auf Mieterstrom ausgelegt ist.

Ein Batteriespeicher ist nicht zwingend notwendig, verbessert die Wirtschaftlichkeit aber in den meisten Fällen deutlich.

Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil eines Mehrfamilienhauses bei 30 bis 40 Prozent. Mit einem passend dimensionierten Speicher steigt er auf 60 bis 80 Prozent. Da jede im Gebäude verbrauchte Kilowattstunde 24 bis 28 Cent einbringt statt 7 bis 8 Cent Einspeisevergütung, ist der wirtschaftliche Effekt erheblich.

Es gibt allerdings Situationen, in denen ein Speicher weniger relevant ist: - Bei Gewerbe-Mieterstrom, wo der Grossteil des Stroms tagsüber verbraucht wird (Eigenverbrauch bereits bei 60 bis 80 Prozent ohne Speicher) - Bei kleinen Anlagen (unter 15 kWp), wo die Speicherkosten einen überproportionalen Anteil der Gesamtinvestition ausmachen

Die optimale Speichergröße hängt vom Verbrauchsprofil des Gebäudes, der PV-Anlagenleistung und dem Nutzungsverhalten der Bewohner ab. Lumitra berechnet die Speicher-Wirtschaftlichkeit als Teil der Gesamtprojektbewertung.

Als Faustregel: 2 bis 4 kWp pro Wohneinheit, abhängig vom durchschnittlichen Stromverbrauch.

Gebäudegröße Typische PV-Leistung Dachfläche (Richtwert)
6 Wohneinheiten 15–20 kWp 90–140 m2
12 Wohneinheiten 30–40 kWp 180–280 m2
20+ Wohneinheiten 50–80 kWp 300–560 m2

Die tatsächliche Anlagengröße wird durch drei Faktoren begrenzt: verfügbare Dachfläche, Statik des Gebäudes und wirtschaftliche Optimierung (nicht immer ist die maximale Belegung die rentabelste Lösung). Im kostenfreien Erstgespräch klären wir die grundsätzliche Eignung; die 3D-Simulation mit exakter Ertragsberechnung entsteht anschließend im kostenpflichtigen Mieterstromkonzept (Phase 3).

Moderne PV-Module haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. Die Hersteller garantieren in der Regel: - Produktgarantie: 25 Jahre (gegen Materialfehler und Defekte) - Leistungsgarantie: Mindestens 80 bis 87 Prozent der Nennleistung nach 25 bis 30 Jahren

Die tatsächliche Degradation — also der jährliche Leistungsverlust — liegt bei hochwertigen Modulen bei 0,3 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Ein Modul, das heute 420 Watt liefert, wird nach 25 Jahren noch 340 bis 370 Watt liefern.

Wechselrichter haben eine angegebene Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren — die tatsächliche Nutzungsdauer ist häufig länger. Batteriespeicher halten je nach Technologie und Nutzungsintensität 10 bis 15 Jahre. Was wir in der Wirtschaftlichkeitsanalyse berücksichtigen, sind die laufenden Wartungskosten — sofern der Eigentümer Lumitra mit der Wartung beauftragt.

Verschattung ist kein Ausschlusskriterium, muss aber in der Planung berücksichtigt werden.

Permanente Verschattung (z.B. Nachbargebäude, große Bäume) schließt betroffene Dachbereiche für die Modulbelegung aus. Diese Bereiche werden in der 3D-Simulation identifiziert und bei der Planung ausgespart.

Temporäre Verschattung (z.B. Schornstein, Antenne, Satellitenschüssel) reduziert den Ertrag der betroffenen Module zeitweise. Die Auswirkung lässt sich durch die Wahl der richtigen Wechselrichter-Technologie minimieren: - Moduloptimierer sorgen dafür, dass verschattete Module nicht die Leistung des gesamten Strings herunterziehen. Jedes Modul arbeitet unabhängig am optimalen Betriebspunkt. - Mikrowechselrichter erzielen den gleichen Effekt auf Modulebene, sind aber teurer. - String-Wechselrichter ohne Optimierer sind anfällig: Ein verschattetes Modul kann den gesamten String um 20 bis 30 Prozent drosseln.

Lumitra erfasst die Verschattungssituation im Rahmen der 3D-Simulation — inklusive Schattenwurf über den gesamten Tagesverlauf und alle Jahreszeiten. Die Wechselrichter-Strategie und Modulbelegung werden darauf abgestimmt, sodass der Ertragseinfluss der Verschattung minimiert wird.


Kostenloser Objekt-Check — Ihre PV-Mieterstrom-Anlage in 7 Werktagen bewertet

Sie besitzen ein Mehrfamilienhaus oder verwalten Immobilien mit 6 oder mehr Wohneinheiten? So gehen wir vor:

  • Kostenfreies telefonisches Erstgespräch (30 Minuten): Grundsätzliche Eignung Ihres Objekts, mögliche Anlagengrößen, passendes Betriebsmodell. Eignungs-Einschätzung in 7 Werktagen.
  • Besichtigung vor Ort: Technische Aufnahme, Dachfläche, Statik, Netzanschluss.
  • Kostenpflichtiges Mieterstromkonzept / Detailplanung: Belastbare Wirtschaftlichkeitsanalyse (Best/Mid/Worst-Case), Anlagen- und Speicher-Dimensionierung, Modellempfehlung (Eigentümer, Hybrid, Contracting) — kombiniert mit Drohnenflug, 3D-Simulation, Verschattungsanalyse, PV-Ertragsprognose und Fördermittelcheck.

Sie zahlen erst, wenn klar ist, dass sich Ihr Projekt lohnt. Erstellt von einem spezialisierten Meisterbetrieb mit über 20 Jahren Mieterstrom-Erfahrung der Gründer.


Mieterstrom-Komplettanbieter aus dem Allgäu

Alles aus einer Hand — von der ersten Idee bis zur Abrechnung

Eigener Meisterbetrieb
Alles aus einer Hand: Planung, Bau, Messstellenbetrieb und Abrechnung sind Lumitra-intern. Ein erfahrener Ansprechpartner pro Projekt.
Eigene Software & Mieter-App
Mieter sehen ihren Verbrauch live und steuern selbst.
Zertifizierter wMSB-Partner
Smart Meter werden direkt von uns gesetzt — als zertifizierter wMSB-Partner für Mieterstrom (Stand März 2026).
Recht & Steuer aus einer Hand
Partner aus Energierechtskanzlei und spezialisierter Steuerberatung — reagieren sofort auf neue Gesetze.
Rechtssicherheit
Verträge, Beschlüsse und Abrechnungen so aufgesetzt, dass Eigentümer, WEGs, Hausverwaltungen, Bauträger, Kommunen & Mieter rechtssicher sind und bleiben.
Förderungen — immer aktuell
EEG-Mieterstromzuschlag, IAB, Sonderabschreibung, regionale Programme — wir beraten zu passenden Förderungen für Ihr Objekt.
Machbarkeitsprüfung anfragen →

In 7 Werktagen kostenlos und unverbindlich