Direktverbrauch
Direktverbrauch bezeichnet die sofortige Nutzung des gerade von der PV-Anlage erzeugten Solarstroms im Gebäude — also ohne Umweg über Batteriespeicher oder öffentliches Netz. Er ist der wirtschaftlichste Weg, Solarstrom zu nutzen, weil weder Speicherverluste noch Netzentgelte anfallen und teurer Netzbezug direkt ersetzt wird. Der Direktverbrauch ist ein Teil des gesamten Eigenverbrauchs. Bei Mieterstrom ist er besonders hoch, weil in einem Mehrfamilienhaus über den Tag verteilt ständig Strom benötigt wird — genau dann, wenn die Sonne scheint.
Läuft mittags die Waschmaschine, während die Sonne scheint, ist das Direktverbrauch — ohne Speicher, ohne Netz. Diese Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für rund 30 ct und ist damit am wertvollsten.
In einem Mehrfamilienhaus wird über den Tag laufend Strom gebraucht, deshalb ist der Direktverbrauch hier hoch.
Läuft in einem Mehrfamilienhaus mittags die Waschmaschine, während die PV-Anlage Strom erzeugt, wird dieser Solarstrom direkt verbraucht — ohne Zwischenspeicherung. Je besser Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenpassen, desto höher der Direktverbrauch und desto wirtschaftlicher der Mieterstrom.
Worauf Sie achten sollten
- ✓Der wirtschaftlichste Weg. Kein Speicherverlust, keine Netzentgelte — er schlägt Einspeisung und teils sogar den Speicher.
- ✓Überschneidung maximieren. Je besser Erzeugung und Verbrauch zusammenfallen, desto höher der Direktverbrauch.
- ✓Grundlast im Haus nutzen. Aufzug, Pumpen und Allgemeinstrom laufen tagsüber — ideale Abnehmer für Solarstrom.
Weiterführende Themen
Verwandte Begriffe: Eigenverbrauch · Eigenverbrauchsquote · Batteriespeicher · Lastprofil
Stand: Juli 2026 · zuletzt geprüft. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung — Angaben ohne Gewähr; Förderwerte und Gesetze können sich ändern. Für Ihr konkretes Objekt: kostenlose Ersteinschätzung.