Eigenverbrauch
Der Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im Gebäude verbraucht wird, statt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen. Selbst genutzter Strom ist wirtschaftlich deutlich wertvoller als die Einspeisung, weil er teuren Netzbezug ersetzt und für diesen Anteil Netzentgelte und ein Teil der Abgaben entfallen. Ein hoher Eigenverbrauch ist deshalb der zentrale Hebel für die Rentabilität einer PV-Anlage — und bei Mieterstrom besonders hoch, weil der Strom direkt an die Mieter im Haus geliefert wird.
Rechenbeispiel: Ein Mieter zahlt beim Grundversorger rund 32 ct/kWh. Mieterstrom vom eigenen Dach kostet ihn z.B. 26 ct/kWh — bei 2.500 kWh Jahresverbrauch spart er rund 150 € pro Jahr.
Für den Vermieter ist der direkt gelieferte Strom deutlich mehr wert als die Einspeisung — Eigenverbrauch ist der Renditehebel Nummer eins.
In einem Mehrfamilienhaus mit Photovoltaik nutzen die Mieter tagsüber einen großen Teil des Solarstroms direkt — für Kühlschrank, Waschmaschine, Aufzug oder Allgemeinstrom. Genau dieser Anteil ist der Eigenverbrauch. Je mehr davon im Haus bleibt, desto weniger teurer Netzstrom muss zugekauft werden und desto schneller amortisiert sich die Anlage.
Worauf Sie achten sollten
- ✓Verbrauch und Erzeugung müssen zusammenpassen. Je mehr tagsüber verbraucht wird, desto höher der Eigenverbrauch — Mehrfamilienhäuser sind ideal.
- ✓Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch. Ohne Speicher ~25–35 %, mit Speicher oft 60–80 % — ob er sich lohnt, hängt vom Lastprofil ab.
- ✓Mieterstrom maximiert den Eigenverbrauch. Weil viele Verbraucher direkt am Dach hängen, bleibt besonders viel Strom im Haus.
Weiterführende Themen
Verwandte Begriffe: Autarkiegrad · Eigenverbrauchsquote · Überschusseinspeisung · Volleinspeisung
Stand: Juli 2026 · zuletzt geprüft. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung — Angaben ohne Gewähr; Förderwerte und Gesetze können sich ändern. Für Ihr konkretes Objekt: kostenlose Ersteinschätzung.